06. August 2026
Auch wenn ein Hund oder eine Katze gesund wirkt, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt wichtig. Manche Erkrankungen entwickeln sich schleichend und bleiben deshalb lange unbemerkt. Wie oft ein Tier untersucht werden sollte, hängt vom Alter, Gesundheitszustand und etwaigen Vorerkrankungen ab.
Welpen und Jungtiere müssen häufiger zum Tierarzt für die ersten Gesundheitsuntersuchungen, Impfungen und Entwurmungen. Besitzer können sich währenddessen über Fragen zur Ernährung, Impfungen, Parasitenprophylaxe und zu Behandlungen sowie die Haltung ihres neuen Haustiers informieren.
Ausgewachsene, gesunde Hunde und Katzen sollten mindestens einmal im Jahr vorgestellt werden. Im Rahmen der allgemeinen Untersuchung werden das Herz-Kreislauf-System, die Lymphknoten, Zähne und Maulhöhle, Nase, Augen und Ohren, die Haut und das Fell, der Bewegungsapparat, der Bauchraum, die Geschlechtsorgane und der After, die Temperatur sowie das Gewicht bzw. die Körperkondition untersucht.
Senioren (ab ca. 7-8 Jahren) benötigen häufigere Kontrollen. Halbjährliche Kontrollen sind in vielen Fällen sinnvoll. Blut- und Urinuntersuchungen sind hilfreich, um altersbedingte Erkrankungen wie Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen oder Diabetes frühzeitig zu erkennen.
Tiere zeigen Schmerzen häufig erst unauffällig und spät. Dieses Verhalten schützt sie in der Natur. Viele Besitzer deuten die schleichenden Anzeichen fälschlicherweise als normale Alterserscheinungen. Schon kleine Veränderungen in der Bewegung (verminderte Aktivität, mühsames Aufstehen, vermeiden von Treppensteigen oder Springen), bei der Futteraufnahme oder im Verhalten (z.B. Verkriechen, ungewöhnlich gereizte Reaktionen, plötzliches Unsauberwerden, erhöhten Schlafbedarf) können Hinweise auf gesundheitliche Probleme oder Schmerzen sein. Es ist wichtig, diese frühzeitig zu erkennen.
Bei anhaltender Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall (v.a. wenn wiederholt oder blutig), Husten oder Atemproblemen, Lahmheiten, plötzlichen Wesensveränderungen, Gewichtsabnahme, starkem Juckreiz, Hautveränderungen, Schwierigkeiten beim Urin- oder Kotabsatz und Apathie oder Teilnahmslosigkeit sollte ein Haustier schnellstmöglich beim Tierarzt vorgestellt werden.
Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu früh als zu spät zum Tierarzt!
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